KMU können jährlich zig Milliarden Forint einsparen, indem sie die Arbeitsverwaltung reduzieren, woran das Finanzministerium derzeit arbeitet - informierte Norbert Izer. Neben der Reduzierung des Verwaltungsaufwands könne auch die deutliche Vereinfachung der Arbeitgeberdatenbereitstellung international zum Vorbild werden, meint der für Steuerfragen zuständige Staatssekretär im Finanzministerium.

Unternehmen geben 1,7 Prozent ihres Jahreseinkommens für die Steuerverwaltung aus, von denen ein erheblicher Teil, etwa ein Viertel, mit Beschäftigung verbunden sein kann. Laut einer 2019 durchgeführten Umfrage werden jährlich 90 Mrd. HUF für Arbeitgeberrückgaben und Datendienste ausgegeben. Durch die Vereinfachung der Datenbereitstellung könne diese deutlich reduziert werden, erläuterte Norbert Izer.

Zusätzlich zu den Erklärungen müssen Unternehmen mit etwa zwanzig Arten von Daten rechnen, die sie neben dem Finanzamt auch verschiedenen Organisationen wie dem Statistischen Zentralamt, der ungarischen Staatskasse oder dem Leiter der Landeskrankenkasse zur Verfügung stellen müssen .

Die Transformation des formularbasierten Systems auf Basis mehrfacher Datenanfragen ist auch deshalb notwendig, weil das geplante Datenbereitstellungssystem, das online und über eine direkte digitale Verbindung verfügbar ist, nicht nur Kostensenkungen für KMU bringt, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit des Landes erhöht.

Ziel ist es nicht, dass Unternehmen für die Behörden administrieren, sondern dass der Staat aus den über einen Kanal eingehenden Daten die notwendigen Rückmeldungen und Datendienste aufbereitet.

NACH DEN PLÄNEN KANN DAS NEUE SYSTEM AUCH DIE ZU ZAHLENDEN STEUERN UND BEITRÄGE FESTLEGEN , erklärte der Staatssekretär.

Ungarn hat in letzter Zeit viele Auszeichnungen im Steuerbereich erhalten. Seit 2018 hat es mehrfach den Titel des größten Steuersenkers in der Europäischen Union gewonnen. Auch die Steuerpolitik der Regierung zahlt sich aus, denn Ungarn gehört seit Jahren zu den zehn besten Investitionszielen der Welt“, erinnerte Norbert Izer.

Die Verringerung des Verwaltungsaufwands werde es den ungarischen Unternehmen erleichtern und könne auch mehr Investoren in unser Land locken, fügte er hinzu.

Quelle: Origo/MTI

Foto: Tamás Kovács