Mit dem nahenden Winter droht dem Westen eine der gravierendsten Folgen seiner Sanktionen gegen Russland: die Energiekrise, deren Hintergrund der freiwillige Verzicht auf russisches Gas ist.

UND IHRE REGIERUNGEN VERHEBEN NICHT MEHR, DASS DIE BEVÖLKERUNG SICH AUCH AUF SOLCHE UMSTÄNDE VORBEREITEN SOLLTE, DIE SEIT DEN WELTKRIEGEN VIELLEICHT NICHT VORHANDEN SIND.

Nach den explodierenden Energiepreisen scheint ein viel drängenderes Problem in den Vordergrund gerückt zu sein, nämlich:

GIBT ES ÜBERHAUPT GENUG ENERGIE?

Die für Energie zuständigen Minister der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union haben deshalb Anfang der Woche den Gassparvorschlag angenommen, wonach sich die Mitgliedsstaaten verpflichten, den Gasverbrauch zwischen dem 1. August und dem 31. März 2023 um 15 Prozent zu senken. um die Energiekrise zu verhindern.

Bezüglich des Vorschlags stimmte Ungarn als einziger Mitgliedstaat mit Nein und kündigte gleichzeitig an, zusätzlich zu den kontrahierten Gasmengen weitere 700 Millionen Kubikmeter russisches Gas in Moskau zu fordern.

DAHER SCHEINT ES, DASS DER GASKNAPPHEIT IN UNGARN NICHT AUFTRETEN KANN, ABER IN DER WESTLICHEN HÄLFTE EUROPAS HABEN BEREITS EINSCHRÄNKENDE MASSNAHMEN BEGONNEN.

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck verspricht Deutschland nichts Gutes, dem zufolge „die Lage ernst ist, es ist an der Zeit, dass alle das verstehen“. Bei seinem Besuch im Energiepark Bad Lauchstädt in Sachsen-Anhalt brachte es Habeck unverblümt auf den Punkt:

DEUTSCHLAND BEFINDET SICH MITTEN IN „DER GRÖSSTEN ENERGIEKRISE ALLER ZEITEN“.

Kürzlich kam die Nachricht ans Licht, dass die Stadtverwaltung von Hannover in Deutschland bereits das Warmwasser in öffentlichen Gebäuden, Schwimmbädern, Sporthallen und Turnhallen wegen Gasmangels abgestellt hat. Um Energie zu sparen, werden Springbrunnen im öffentlichen Raum bald stillgelegt und größere Gebäude – etwa das Rathaus oder Museen – nachts nicht beleuchtet.

Deutsche Wirtschafts- und Energieexperten sehen bereits Energieeinsparpotenziale in

WENN MANCHE ARBEITSPLÄTZE IHRE MITARBEITER EINFACH VON ZU HAUSE ARBEITEN LASSEN.

Laut dem Panikvorschlag wird durch die Zwangsarbeit von zu Hause aus viel (laut Berechnungen 5%) bei den Heiz- und anderen Energiekosten der Büros eingespart. Dass dies die Kosten des Mitarbeiters erhöht, stört ihn weniger. Auch die Betriebswirtin Claudia Kemfert erklärte gegenüber der Funke Mediengruppe, dass der Arbeitgeber auf diese Weise auch Reisekosten sparen kann.

Auch das Bundeswirtschaftsministerium stellte seine Vision für Büros vor und stimmt darin überein, dass Home-Office-Möglichkeiten in Absprache mit Arbeitgebern und Arbeitnehmern ausgebaut werden sollten.

Auch der Münchner Oberbürgermeister kündigte Krisenmaßnahmen an. Büroangestellte werden in ihren Büros auf jeden Fall frieren, denn die Heizung wird auf 19 Grad gedrosselt, Flure und wenig genutzte Räume werden in der Stadt überhaupt nicht beheizt.

UM EINE ERMÜTTUNG DER MITARBEITER ZU VERMEIDEN, WERDEN SIE IM RAHMEN EINER INFORMATIONSKAMPAGNE IM VORAUS AUF DAS ENERGIEEINSPAREN BEWUSST.

An schulfreien Tagen werden die Lichter und Springbrunnen historischer Gebäude ausgeschaltet und die Warmwasserversorgung der Schulen abgestellt. Außerhalb der Hauptverkehrszeiten sind fast die Hälfte der Ampeln in München ausgeschaltet.

Der Begriff „Krisenwinter“ verbreitet sich nicht nur unter Deutschen, sondern auch im benachbarten Österreich. In der oberösterreichischen Landeshauptstadt Linz werden erste Vorkehrungen für das Winterwetter getroffen: In den Museen, Gemeindehäusern und Verwaltungsgebäuden der Stadt soll laut Planung die Heizung auf 20 Grad heruntergefahren werden, später soll es ähnlich sein Kindergärten und Pflegeheime - aber im zweiten Schritt "nur" an diesen Orten. Um 23 Uhr werden zudem die Lichter an Brücken, Kirchen, Konzertsälen und Parks ausgeschaltet.

Aber auch Netzbetreiber und Supermärkte sind auf Stromausfälle vorbereitet – die eine direkte Folge der fehlenden Gasversorgung sind – und auch das österreichische Bundesheer übt Krisenszenarien und geht gegen Demonstrationen vor.

Die österreichische Supermarktkette Spar prüft die Pläne demnach

IM FALLE EINES STROMAUSFALLS WÜRDE ES EINE GERINGE MENGE VON LEBENSMITTELN AN DIE KÄUFER VERTEILEN,

und eine Sicherheitsrichtlinie für Mitarbeiter zum Verhalten bei Plünderungen, Einbrüchen und Beraubungen erlassen. Ein Vorschlag ist zum Beispiel, zu versuchen, Faustkämpfe zu vermeiden …

Und das österreichische Bundesheer hat kürzlich in der Steiermark ein „Terror-Szenario“ geübt. Die Grundsituation war die

EINE FRIEDLICHE DEMONSTRATION WIRD GEWALT UND TERRORISTEN NUTZEN SIE FÜR EINEN ANGRIFF.

Darüber berichten inzwischen die russischen Zeitungen

EUROPA HAT RUSSLAND MIT SANKTIONEN EINE „SUPERWAFFE“ GEGEN SICH GEGEBEN.

Auf unserem Beitragsbild leuchten die Lichter der Adventsmesse in Nürnberg noch, war es letztes Jahr das letzte Mal?

Quelle und vollständiger Artikel: Origo

Beitragsbild: TRAVELO