Die Regierung hat den Lebensmittelpreisstopp bis zum 30. April verlängert, teilte das Landwirtschaftsministerium am Dienstagabend mit.

Das Ministerium zitierte in seiner Ankündigung Minister István Nagy, der sagte, die Regierung habe das Einfrieren der Lebensmittelpreise aufgrund des langwierigen Krieges in der Ukraine und der durch die Sanktionen verursachten Inflation aufgrund der gescheiterten Maßnahmen in Brüssel bis Ende April verlängert.

Der Ministerialchef betonte, dass durch die gescheiterten Brüsseler Sanktionen die Energiepreise und damit auch die Lebensmittelpreise europaweit auf historische Höchststände gestiegen seien und die in Kraft getretenen Ölsanktionen die Situation nur noch verschlimmert hätten. Die Regierung engagiert sich weiterhin für die Unterstützung von Familien, weshalb sie das Einfrieren der Lebensmittelpreise aufrechterhält. Laut Ministerium betonte István Nagy, dass die Preisobergrenzen funktionieren, weil Kunden mehr von den Produkten kaufen, die sie billiger bekommen können.

Laut den Daten des Marktpreisinformationssystems AKI wurden in diesem Jahr mehr Produkte mit Preisobergrenze verkauft als im gleichen Zeitraum 2021.

Die größte Steigerung von 81 Prozent ist bei 2,8-prozentiger UHT-Milch zu beobachten, während der Verbrauch anderer Produkte mit Preisobergrenze ebenfalls um mehr als 25 Prozent zulegte. Mehl wurde in diesem Jahr bisher um 27 Prozent, Sonnenblumen-Speiseöl um 44 Prozent, Hühnerbrust um 34 Prozent und Schweinekeule ohne Knochen um 46 Prozent verkauft, verglichen mit dem gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Die Mengenzunahme mag auch daran liegen, dass sich die Kunden mit diesen Produkten eindecken, gleichzeitig mahnte der Minister aber zum bewussten Einkaufen statt zum Hamstern.

Laut Mitteilung erklärte István Nagy: Neben der Preisobergrenze müsse sichergestellt werden, dass Festpreisprodukte verfügbar seien.

Dazu wurde festgelegt, dass Händler im Jahr 2021 die durchschnittliche Tagesmenge der betroffenen Produkte verkaufen müssen, deren Einhaltung zusammen mit anderen Regelungen zur Preisobergrenze von der allgemeinen Verbraucherschutzbehörde, also dem Landkreis, überprüft wird und Regierungsstellen der Hauptstadt unter Beteiligung des National Food Chain Safety Office.

Das Landwirtschaftsministerium wird die entwickelte Marktsituation weiterhin beobachten, den Kontakt zu Interessenvertretern pflegen und künftige Entscheidungen über Preisobergrenzen mit voller Vorsicht und unter Berücksichtigung der Entwicklung der Marktsituation und der Bedürfnisse der Bevölkerung treffen - war István Nagy in der Ankündigung zitiert.

Quelle: MTI

Foto: MTI/Zsolt Szigetváry