Die Coronavirus-Epidemie und die Migration bilden einen Teufelskreis, denn je mehr Orte, an denen die Infektion auftritt, desto mehr Menschen beginnen, und je mehr Menschen beginnen, desto größer ist das Risiko einer weiteren Ausbreitung der Epidemie, erklärte Außen- und Handelsminister Péter Szijjártó in Genf am Mittwoch.

Der Ministeriumschef nahm als Co-Vorsitzender an der dreitägigen UN-Konferenz zur Unterstützung der am wenigsten entwickelten Länder teil und betonte dabei, dass die Pandemie nicht nur eine gesundheitliche und wirtschaftliche Dimension habe. Die Epidemie hat eindeutig schwerwiegende Auswirkungen sowohl auf den Welthandel als auch auf die Wirtschaft, und sie trifft die am wenigsten entwickelten Länder am härtesten, da sie sich in der anfälligsten und schutzlosesten Lage befinden. Die Pandemie hat die eigentlichen Ursachen massiver Migrationsströme, die bereits sehr herausfordernd waren, verstärkt, sodass ein Teufelskreis beginnen kann, da diejenigen, die sich auf den Weg machen, die Ausbreitung des Virus beschleunigen, was wiederum die Gründe für die Entscheidung der Menschen verschärft ihren Wohnort zu verlassen.

Péter Szijjártó diesbezüglich : Es ist schwer vorstellbar, dass irgendjemand unter den illegalen Einwanderern zwei negative PCR-Tests haben würde, daher ist es besonders wichtig, dass die internationale Gemeinschaft dort hilft, wo sie gebraucht wird, und keine Probleme verursacht, wo keine sind.

Wenn die entwickelten Staaten nicht in der Lage seien, die Qualität und Effizienz ihrer Förderprogramme für die betroffenen Länder zu verbessern, würden weitere massive Migrationswellen einsetzen, die aus geografischen Gründen vor allem Europa treffen würden. Er fügte hinzu, dass das Risiko dafür aufgrund der sich verschlechternden Situation in Afghanistan bereits größer werde.

Péter Szijjártó berichtete, Ungarn setze sich für die Unterstützung der betroffenen Länder ein und habe angesichts der Epidemie seine Entwicklungszusammenarbeit, deren Wert sich im vergangenen Jahr auf mehr als 400 Millionen Dollar belief, deutlich erhöht. Damit hat das Land sein bisheriges Ziel, bis 2025 0,25 Prozent des Bruttonationaleinkommens für internationale Entwicklungshilfe auszugeben, nicht nur erreicht, sondern sogar übertroffen.

Er betonte ausdrücklich, dass die Regierung Ländern, die bei der Impfung hinterherhinken, bereits mit rund 1,6 Millionen Impfdosen geholfen habe.

Die UN-Liste der am wenigsten entwickelten Länder umfasst derzeit 46 Staaten, typischerweise aus Afrika und Asien. Im Laufe des Tages wird Péter Szijjártó ein Treffen mit dem neuen stellvertretenden chinesischen Generaldirektor der Welthandelsorganisation (WTO) und dem Präsidenten des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) abhalten.

 

Quelle: MTI

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