Die ersten Wähler sehen sich als rechts, moderat und liberal, Mäßigung statt Radikalismus prägt das Weltbild der jungen Generation - das Mathias Corvinus Collegium (MCC) hat am Montag die Ergebnisse der Volksbefragung seines Jugendforschungsinstituts bekannt gegeben mit MTI.

Eine repräsentative Umfrage des Jugendforschungsinstituts im Mai und Juni ergab, dass sich junge Menschen im Alter von 18 bis 21 Jahren eher als rechts bezeichnen : In der untersuchten Altersgruppe ordnen sich anderthalbmal so viele (36 Prozent) als rechts ein rechts als links (24 Prozent).

Auf der Achse Konservativ-Liberal sind die Verhältnisse umgekehrt: 26 Prozent bezeichnen sich als konservativer, 31 Prozent als liberaler. Und die Gemäßigten seien in einem herausragenden Verhältnis, dreimal so viele (46 Prozent) wie diejenigen, die sich als Radikale bezeichnen (15 Prozent), heißt es.

Sie schrieben, dass auf einer Skala von 0 bis 10, auf der die beiden Extremwerte die beiden Extreme darstellen, in allen drei Dimensionen das Phänomen des „Ziehens zur Mitte“ überwiege: 27 Prozent der Erstwähler geben an, „halbwegs“ zu sein " zwischen links und rechts gaben 28 Prozent an, sich in der Mitte der konservativ-liberalen Achse zu befinden, und 27 Prozent sagten dasselbe über sich selbst in der gemäßigt-radikalen Dimension aus.

Damit ordnen sich mehr als ein Viertel der jüngsten Wähler in allen drei Koordinatensystemen genau in der Mitte ein, betonten sie.

In der Ankündigung wiesen sie auch darauf hin, dass die groß angelegte Jugendbefragung 2020 zusätzliche Aspekte bei der Interpretation der Ergebnisse bietet: Basierend auf Interviews mit 8.000 jungen Ungarn im Alter von 15-29 Jahren – entlang ähnlicher Werteskalen – eine ausgesprochen moderate, richtungsweisende zur nationalen Souveränität, eher liberal, die Jugend zeigte eine Spaltung in rechts und links.

Auch der Anteil der Jugendlichen, die sich in der Mitte positionierten, also den mittleren Wert wählten, war in dieser Untersuchung signifikanter als diejenigen, die sich in festgefahrene ideologische Kategorien einordneten.

Es wurde berichtet, dass sich die Begriffe „rechts“, „moderat“ und „liberal“ im Selbstverständnis junger Menschen zwar nicht gegenseitig ausschließen, sich die Altersgruppe aber in ihrer politischen Wertewahl als moderat einschätzt .

Die Untersuchung wurde durch persönliche Befragung von tausend Personen in Zusammenarbeit mit der Társadalomkutató Kft. vom Jugendforschungsinstitut durchgeführt. Die repräsentative Adressliste bestand aus den 18- bis 21-Jährigen, die erstmals an der Parlamentswahl am 3. April 2022 teilnehmen konnten.

Quelle und Titelbild: MTI/Tamás Kovács