Laut dem Artikel in Ripost treten bei allen drei Mobilfunkanbietern bald gravierende Änderungen in Kraft: Der Nulltarif wird überall abgeschafft, was dazu führen wird, dass wir mehr mobile Daten kaufen müssen, wenn wir unsere Internetgewohnheiten nicht ändern. Mit anderen Worten, die Nutzung mancher Anwendungen und Dienste wird in Zukunft in gewissem Sinne kostenpflichtig sein.

Ab März wird die Nutzung von Anwendungen, die bisher ohne verbrauchenden Datenverkehr genutzt werden konnten – wie Facebook, Instagram, Messenger – am Ende des Monats auf unserer Telefonrechnung erscheinen, wenn wir sie mit unserem mobilen Internet genutzt haben. Hinter der Entscheidung steht eine Richtlinie der Europäischen Union, die versucht, den Wettbewerb zwischen Mobilfunkanbietern und Anwendungsentwicklern anzukurbeln.

Welche Anwendungen und Dienste werden mehr mobiles Internet erfordern?

Betroffen sind Anwendungen, die unser mobiles Internet bisher nicht mit eigenen Inhalten reduziert haben. Dies sind hauptsächlich Social Media-, Chat-, Navigations-, Musik- und Video-Streaming-Anwendungen. Grundsätzlich folgendes:

Bei der Telekom: unbegrenzte Dienste von Facebook, Instagram, Messenger, WhatsApp, Waze, Spotify, Tidal, Apple Music, Deezer, TV GO und HBO Max.
Mit Yettel: unbegrenztes Senden/Empfangen und Browsen von E-Mails, unbegrenzte Nutzung von Facebook und anderen sozialen Medien, das HBO-Servicepaket, Yettel TV, TV2 Play Premium, Yettel TV + HBO MAX, Yettel Music und Deezer-Dienste.
Bei Vodafone: Social Pass, Connect Pass; die Pakete EU Video Pass, NavigationPass (Waze, Google Maps) und Music Pass (Spotify, SoundCloud, Deezer, Tidal).

Wie viele Daten verbraucht jede dieser Anwendungen?

Die Nutzung von Applikationen beansprucht das mobile Internet nicht im gleichen Maße. Einige Anwendungen und einige ihrer Funktionen verbrauchen mehr Daten, andere weniger. Beispielsweise kostet das Senden und Empfangen von 100 Nachrichten im Facebook Messenger 10 KB Datenverkehr. 1 Minute Lesen eines Facebook-Newsfeeds entspricht 2 MB, 1 Minute Online-Musik hören 5,6 MB – was bei extremer Qualität bis zu 19 MB betragen kann – und 1 Minute Instagram-Browsing 20 MB. Und die Umrechnungszahlen zwischen GB und MB lauten wie folgt: 1 GB = 1024 MB; 1 MB = 1024 KB.

Wer ist vom Ende des Nulltarifs betroffen?

Diejenigen, die zuvor ein Paket gewählt haben, in dem bestimmte Apps und Dienste ohne Datenverkehr verwendet wurden. Sie wechseln entweder zu einem größeren Paket – das mehr mobiles Internet enthält – oder nutzen weniger mobiles Internet und mehr WLAN.

Quelle: Ripost

(Kopfbild: Pixabay)

civilek.info:

Jetzt passt alles, es wird ein Wettbewerb der Extraklasse! Aber wovon? Daran, dass Sie das, was Sie früher kostenlos hatten, bei jedem Dienstleister bezahlen müssen? Wer konkurriert hier mit wem? Denn wenn die Regulierung einheitlich ist, kann sie irgendwie nicht als Mittel zur Belebung des Wettbewerbs entdeckt werden. Vielmehr ist die Einführung gelungen, wir sind voll von mobilen Internet-Süchtigen, in U-Bahn, Bus und Tram pingen die Leute bis zum Nasenbluten, also ist es an der Zeit, dass Dienstleister etwas (?) mehr verdienen das Geschäft. Wer sich die Hände wäscht, kann natürlich nichts dafür, hat die Union entschieden. Es wird nie verraten, wem, wem, welcher Lobby dieser große Schritt „geschuldet“ ist.

Natürlich bricht nicht die Welt zusammen, viele andere Süchtige wie der Wehrmachtsoffizier zahlen auch, müssen nur nicht auf Ihre Leidenschaft verzichten. Raucher zahlen für Zigaretten, Trinker für Alkohol – Handysüchtige auch. Schließlich muss man sowieso alles bezahlen.

Aber warum für das, was bisher kostenlos war? Nun ... nur.