Ungarn habe das Asylrecht praktisch verboten, behauptet der Spiegel-Autor.

Der Spiegel-Autor schreibt, dass ein Schiff voller pakistanischer, syrischer und ägyptischer Migranten auf dem Weg nach Europa vor der griechischen Küste, genauer gesagt unweit von Pylos, kenterte und mehrere Menschen ihr Leben verloren. Dem Autor zufolge wäre dies nicht passiert, wenn die griechische Küstenwache wachsam gewesen wäre und das Migrantenboot nicht stundenlang allein gelassen hätte.

Seiner Meinung nach sind Gesellschaften aufgrund der „Apathie“, die an den EU-Außengrenzen herrscht, zunehmend gleichgültig gegenüber alltäglicher Gewalt und sympathisieren immer weniger mit Minderheiten und „marginalisierten“ Menschen. Sie halten es für normal, zurückgezogen, verängstigt und ausgeschlossen zu sein. Illiberalismus und Autoritarismus werden stärker, die öffentliche Meinung wird ungeduldiger und radikaler.

Natürlich nimmt der Autor Ungarn als negatives Beispiel und bemängelt, dass Asylanträge – wie er es ausdrückt – nur bei den ungarischen Botschaften in Kiew und Belgrad eingereicht werden können.

Damit habe Ungarn, so der Autor, praktisch das Recht auf Asyl verboten. Obwohl die Europäische Kommission ein Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet hat, was aus solchen Gründen nicht oft vorkommt, gibt es dem Artikel zufolge ansonsten nicht viele kritische Worte aus anderen Mitgliedstaaten.

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