Der 45-Jährige, der sich Abdesalem Al Guilani nennt, lebt seit zwölf Jahren in Europa.

Der Tunesier, der in Brüssel zwei schwedische Fans erschoss, kam 2011 als illegaler Einwanderer nach Lampedusa und wurde 2016 von der italienischen Anti-Terror-Ermittlungsbehörde als radikalisierte Person eingestuft, teilte das Innenministerium von Rom am Dienstag mit.

Der 45-Jährige, der sich Abdesalem Al Guilani nennt, lebt seit zwölf Jahren in Europa. Nach Angaben der italienischen Behörden lebte der Mann eine Zeit lang in Italien und ging dann nach Schweden, kehrte während seines dortigen Aufenthalts jedoch mehrmals nach Italien zurück. Später zog er nach Belgien.

Im Jahr 2016 wurde er von der Anti-Terror-Ermittlungsbehörde in Bologna identifiziert und aufgrund seiner radikalen Ansichten auch vom italienischen Geheimdienst überwacht, nachdem er dies offengelegt hatte

er will sich dem Dschihad anschließen, dem Kampf gegen islamistische Terrororganisationen.

In einem in den sozialen Medien veröffentlichten Video behauptete Abdesalem Al Guilani, für Allah zu kämpfen und identifizierte sich als Mitglied der dschihadistischen Terrororganisation Islamischer Staat. Die belgische Bundesanwaltschaft teilte am Dienstag mit, Sicherheitskräfte hätten den 45-jährigen tunesischen Angreifer bei einer Razzia in einem Café getötet.

Ein weiterer islamistischer Terroranschlag in Brüssel, das belgisch-schwedische EM-Qualifikationsspiel wurde unterbrochen

Laut dem Parlamentsbericht des italienischen Innenministers Matteo Piantedosi vom Dienstag landeten zwischen dem 1. Januar und dem 6. Oktober mehr als 94.000 illegale Migranten auf Lampedusa, das sind 70 Prozent der Zahl der Migranten, die im gleichen Zeitraum des Vorjahres ankamen. Zwischen Juni und Oktober kamen mehr als 1.200 Menschen in Lampedusa an, wo durchschnittlich 6.000 Menschen leben. Die größte Zahl lag am 13. September bei 6.344.

(MTI)

Ausgewähltes Bild: Schwedische Fans im König-Baudouin-Stadion, wo das Qualifikationsspiel zur Fußball-Europameisterschaft zwischen Belgien und Schweden am 16. Oktober 2023 aus Sicherheitsgründen zur Halbzeit abgebrochen wurde. In Brüssel wurde die höchste Stufe der Terrorvorsorge auf Stufe vier angehoben, nachdem vor Beginn des EM-Qualifikationsspiels zwischen Belgien und Schweden in der Innenstadt zwei Menschen erschossen und eine Person verletzt worden waren. Beide Opfer trugen schwedische Fußballtrikots. Augenzeugen zufolge sagte der Täter Allahu Akbar (Allah ist der Mächtigste), bevor er die Schüsse abfeuerte. MTI/AP/Geert Vanden Wijngaert