Über die Motive ist vorerst nichts bekannt, sicher ist nur, dass eine Person ums Leben kam, Staatsbeamte verurteilten den Anschlag in einer scharfen Botschaft.

Wie der türkische Innenminister Ali Yerlikaya auf der Social-Media-Seite

Yerlikaya gab am Abend bekannt, dass die beiden Verdächtigen festgenommen worden seien, nannte jedoch weder das mögliche Motiv für den Vorfall noch wer die Täter waren.

Kurz zuvor gab sich der Islamische Staat auf seinem Telegram-Kanal als Täter des Angriffs bekannt und erklärte, der Angriff sei eine Reaktion auf einen Aufruf der Anführer der Terrororganisation gewesen, Juden und Christen anzugreifen.

Der türkische Innenminister gab im Laufe des Tages bekannt, dass das Ziel des „schändlichen Angriffs“ einer der Teilnehmer der Zeremonie sei, der noch vor Ort verstarb.

Yerlikaya sagte später, dass das Opfer ein türkischer Staatsbürger sei.

Bewaffnete Männer feuerten Schüsse in die Luft und der Mann wurde Berichten zufolge angeschossen, als er aufstand, um zu protestieren.

Vor Ort aufgenommene Videoaufnahmen zeigen, dass mehrere Krankenwagen und Polizeiautos am Gebäude ankamen. In einer von der Nachrichtenagentur DHA veröffentlichten Aufnahme war zu sehen, wie sich die schwarz gekleideten und maskierten Täter langsam der Kirche näherten.

Der Gouverneur von Istanbul, Davut Gül, gab bekannt, dass es bei dem Angriff keine weiteren Opfer gegeben habe.

Die Polizei errichtete Straßensperren an den Verkehrsknotenpunkten der Stadt und führte verstärkte Kontrollen durch.

Beim Sonntagsgebet drückte Papst Franziskus seine Solidarität mit der Gemeinschaft der Gläubigen der römisch-katholischen Kirche in Istanbul aus.

Nach dem Vorfall drückte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan dem Priester der Kirche und den örtlichen Vertretern der Regierungspartei telefonisch sein Beileid aus.

Yerlikaya besuchte die Stätte am Nachmittag und erklärte, dass sie niemandem erlauben würden, die Einheit der Türkei zu zerstören.

Auch Istanbuls Bürgermeister Ekrem Imamoglu verurteilte den Angriff.

MTI

Titelbild: Römisch-katholische Marienkirche im Istanbuler Stadtteil Sariyer
Quelle: Google Street View