Am Sonntag, 28. März, um 2:00 Uhr morgens, werden die Uhren um eine Stunde auf 3:00 Uhr vorgestellt, was den Beginn der Sommerzeit markiert.

Nach Angaben der Mavir Magyar Electricity Transmission Industry Transmission Control Co., Ltd. vom Freitag werden seit Jahren rund um die Uhr die Verbrauchsdaten der Tage gemessen und analysiert. Daraus lässt sich abschätzen, dass durch die Umstellung der Uhr eine Strommenge eingespart werden kann, die dem Jahresverbrauch einer mittelgroßen ungarischen Stadt der Größe von Eger entspricht.

Die genaue Höhe der Einsparung kann nicht ermittelt werden, dies wäre möglich, wenn die Wetter- und Wirtschaftslage bei Umstellung auf Sommerzeit jedes Jahr gleich wäre.

Durch den grundsätzlich ähnlichen Wetterverlauf der Wochen vor und nach der Zeitumstellung am 26. März 2017 konnte letztmalig der Einfluss der Sommerzeitumstellung auf den Energieverbrauch isoliert werden. Auf dieser Grundlage betrug die Stromeinsparung mehr als 80 Gigawattstunden (GWh). Einsparungen entstehen typischerweise in Haushalten, Baustellen, lang geöffneten Einrichtungen und Dienstleistern sowie dekorativer Beleuchtung in öffentlichen Gebäuden.

Die Einsparungen durch die Sommerzeitumstellung werden nach der Zeitumstellung geringer. Neben der Abnahme der abendlichen Nutzung gibt es im Frühjahr auch eine leichte Zunahme der Morgenstunden.

Die Sommerzeit ist derzeit in mehr als hundert Ländern weltweit ein einheitlich akzeptiertes System, bei dem die Ortszeit ab dem Frühjahr eine Stunde vor der Zeit in der lokalen Zeitzone eingestellt wird. Der Kern des Systems besteht den Angaben zufolge darin, dass, wenn die übliche Wachzeit der Bevölkerung – in der Regel der Zeitraum zwischen sieben Uhr morgens und zehn Uhr abends – ungefähr mit der Zeit des natürlichen Lichts zusammenfällt, dann weniger künstliche Beleuchtung und damit weniger es wird weniger Energie benötigt. Die Idee wurde erstmals 1784 von Benjamin Franklin vorgeschlagen, um die Beleuchtungskosten zu senken. Am 30. April 1916 nutzten das Deutsche Reich und die österreichisch-ungarische Monarchie als erste weltweit die Sommerzeit, unter anderem um Treibstoff für Kriegszwecke zu sparen.

In Ungarn wurde in den 1950er Jahren versucht, die Energieversorgungsschwierigkeiten durch die Sommerzeit zu mildern, aber ihre Anwendung wurde 1958 ausgesetzt und 1980 wieder eingeführt, aber dann war die Sommerzeit um einen Monat kürzer. In Europa wurde das System 1996 standardisiert.

Quelle: MTI

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